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Casall – Sportswear für Mode- und Umweltbewusste

Casall Blogbeitrag

Bild © CASALL

Unsere Casall–Sportswear für Mode- und Umweltbewusste

 

Seit vergangenem Herbst erweitert der Ballett Shop Bern sein Sortiment im Bereich Slow Fashion und nachhaltiger Sportmode. Heute stellen wir euch den Performance Sportswear Brand Casall aus Schweden vor – Trainingskleidung für modebewusste Frauen, die ihren ökologischen Fussabdruck geringhalten möchten.

Bewusstheit ist das Stichwort, wenn man das schwedische Label Casall in einem Wort zusammenfasst. Denn Casall steht für die Harmonie von Körper und Geist. Im Gegensatz zu vielen anderen international agierenden Sportbrands stehen bei Casall nicht Leistung und Funktionalität im Vordergrund. Die Sportmarke macht seinen skandinavischen Wurzeln alle Ehre und versteht sich als Botschafterin für ein «Harmonisches Training». Seit über 30 Jahren stellt das Label die holistische Einheit von Körper und Geist ins Zentrum. Im Training findet der Mensch physisch und mental zu einer harmonischen Ganzheitlichkeit. Nicht die Performance zählt, sondern das Wohlbefinden. Der Sport gilt als eine ganzheitliche positive Lebenseinstellung im Zusammenspiel von Mensch und Natur. 

 

«Seit über 30 Jahren ist Made in Europe das Fundament
der Unternehmensphilosophie von Casall.»

– Michael Obrecht, Casall-Vertreter Schweiz

 

Funktionalität und Wohlbefinden, Ästhetik und Design sowie Respekt für die Natur formen die Unternehmensphilosophie. Dabei arbeitet das Unternehmen seit seinen Anfängen 1984 stetig daran, seinen ökologischen Fussabdruck zu minimieren. Die Kollektionen sind ökologisch wie ethisch nachhaltig produziert. Zudem kommuniziert das Unternehmen transparent über Lücken im Nachhaltigkeitskonzept. So erfährt man auf der Website, dass 90% der Kollektionen bereits seit den Anfängen in Europa gefertigt werden. Die verbleibenden restlichen 10% fallen auf asiatische Dienstleister ab. Das Label pflegt zudem engen Kontakt zu seinen Lieferanten und Produzenten und prüft diese stetig auf seine hohen ethischen und ökologischen Standards. «Casall Sport AB ist ein schwedisches Familienunternehmen. Wer für Casall arbeitet, ist Teil der Familie. Der Brand strebt langanhaltende Partnerschaften mit seinen Produzenten an», erzählt der Schweizer Casall-Vertreter Michael Obrecht. Das Ziel sei es, nachhaltig immer an vorderster Front mitzuspielen. So testet und etabliert das Brand kontinuierlich neue ressourcengerechte Textilien und innovative umweltschonende Produktionsmethoden. 

 

Zum Beispiel setzt Casall auf Polyamid anstatt auf Polyester. Polyamid ist geschmeidiger, somit angenehmer zu tragen. Seine Begebenheit macht es zudem Bakterien unmöglich, sich anzusiedeln. Die Kleidung muss damit nicht mehr mit umwelt- und gesundheitsschädlichen Mitteln zur Bakterienbekämpfung behandelt werden. Casall verwendet recyceltes Polyamid, sogenannte ®Econyl-Fasern. Diese werden aus gebrauchten Fischernetzten hergestellt. Daneben setzt das Label auf Bio Polyamid, bei dessen Produktion als Alternative zu Erdöl Rizinusöl zum Einsatz kommt. Bio Polyamide verbrauchen weniger Wasser in Anbau und Produktion, können energieeffizient produziert werden und mindern den Einsatz von Farbmitteln. In Punkto Chemikalien setzt Casall auf ®ECHA und andere offizielle Regulierungen. Ein Grossteil der Produzenten sind zudem ®OEKO-TEX-zertifiziert.

 

«Nachhaltige Produktion und ein hoher Qualitätsanspruch an die Textilien gepaart mit aktuellen skandinavischen Modetrends – was will man mehr als aktiver, bewusster Mensch?»

– Michael Obrecht, Casall-Vertreter Schweiz

 

Last but not least ist zu erwähnen, dass der Sportbrand ganz nach skandinavischer Tradition auf schlichte Ästhetik und Eye-Catcher-Design setzt. Somit habt ihr nicht nur etwas für den gesunden Körper und das reine Gewissen, sondern auch fürs modebewusste Auge. Die sportliche Active Wear Bekleidung von Casall passt sowohl ins Tanzstudio und auf die Yogamatte, genauso wie auf die Joggingstrecke. Auch in der aktuellen Herbst-Winterkollektion 2018 finden sich schöne Teile – zu bestellen in unserem Online Shop oder telefonisch und auch direkt bei uns im Laden an der Münstergasse 48 in Bern erhältlich.

Weitere Infos zu Casall

Unsere «Ballet-Essentials» vom Profi zusammengestellt

Bild © Ballett Shop Bern

Unsere «Ballet-Essentials» vom Profi zusammengestellt

 

In diesem Beitrag nehmen wir euch auf eine kleine Tour durch den Ballett Shop Bern mit. Unsere Mitarbeiterin Lara stellt für euch ihre liebsten und gleichzeitig wichtigsten Ballerina-Produkte aus unserem Sortiment zusammen. Dazu gibt es noch ein paar echte Profitipps für ein erfolgreiches Ballett-Training.

Bequemes und Funktionales für Profis und Schüler
Repetto Shopper

Ohne praktische Trainingstasche läuft schon mal gar nichts. Ich habe eine grosse Trainingstasche von Repetto aus Baumwolle ausgewählt. Sie sieht toll aus und bietet genügend Stauraum für die wichtigsten «Ballet-Essentials», mit denen wir die Tasche nun füllen wollen. 

Als erstes müssen natürlich die Rumpf Convertible 103 Ballett-Strumpfhosen eingepackt werden. Diese sind sehr angenehm zu tragen und halten selbst an den härtesten Trainingstagen, was sie versprechen. Wenn man sehr lange trainiert oder noch Performances tanzen muss, lohnt es sich, gleich zwei Paar dabei zu haben. Ausserdem besitzen sie eine sehr schöne Farbe: ein zartes Ballettrosa, das zu allem passt.

Ebenfalls in die Tasche kommt das praktische und sehr schöne Allrounder-Spitzenbody von SoDança. Der Stoff liegt weich auf der Haut, besitzt aber genügend Festigkeit, um beim Tanzen alles dort zu halten wo es hingehört.

SD16 So Dança BallettschuheZu den absoluten Basics gehören natürlich auch Ballett-Schläppchen und gutsitzende Spitzenschuhe. Meine persönlichen Favoriten sind die SD16 SoDança Schläppli und die Grishko Spitzenschuhe. Die Schläppli sind super für das tägliche Training geeignet: Sie sind weich, passen sich dem Fuss an und erlauben so eine ausführliche Fussarbeit.
Der beste Spitzenschuh für meine unproblematischen Füsse ist der Grishko 07 PRO SH. Durch die harte Sohle ist er ein treuer Begleiter im Trainingsalltag und – einmal eingetanzt – durchaus auch ein sehr geeigneter Schuh für die Theaterbühne. Für intensive Trainingszeiten lohnt es sich zwei oder drei Spitzenschuhe parallel zu benutzen. So bleiben sie länger schön und sehen nicht so schnell durchgetanzt aus.

Zusammen mit den Rumpf Silikonschonern packe ich die Spitzenschuhe in die baumwolligen Spitzenschuhsäckli von El Petit Ballet. In Baumwolle eingepackt, haben die Spitzenschuhe – insbesondere nach intensivem Training – mehr Luft zum Atmen und bleiben schön trocken. 

Temps Danse Odin Shorts

Um das Trainings-Outfit funktional zu erweitern, schnappe ich mir auch die Temps Danse Odin Shorts. Wer im Training keinen Rock tragen will, schlüpft in die bequemen Shorts, die sich, mit den schwarzen Rumpf 106 Strumpfhosen ohne Fuss kombiniert, auch perfekt für das Modern Dance Training eignen.

 

KD Dance Academique

Alle professionellen Tänzerinnen und Tänzer wissen, dass insbesondere für die Arbeit am Theater noch ein paar wichtige Dinge fehlen: Der KD New York-Aufwärm-Overall aus Bio-Baumwolle ist für mich ein treuer Begleiter im Trainingsalltag. In ihm kann ich mich vor dem Training richtig aufwärmen und in den Trainingspausen die Muskeln warmhalten. Dazu gehören für mich auch die kurzen Intermezzo Stulpen und ein Wickeljäckchen von KD New York. Das Jäckchen ist aus Bio-Baumwolle und daher besonders weich und einfach überzuziehen. Nebst den Stulpen können die Füsse zusätzlich noch in die SoDança Aufwärmboots eingepackt werden. So bleiben wir in den Trainingspausen schön warm und müssen uns nicht jedes Mal wieder vollständig neu aufwärmen. Ausserdem halten sie bei Studiowechsel die Schuhe sauber.

 

Die wichtigsten Accessoires

So, nun sind wir vollständig angezogen, aber noch lange nicht bereit für das Training! Was noch fehlt, sind kleine, aber feine Accessoires. Um diese zu verstauen, empfehle ich euch zum Beispiel das Necessaire von El Petit Ballet.

Bunheads Hair Pins

Ins Necessaire gehören die Bunheads Haarnetzli, die Bunheads Haarspängeli, Haargummis, Fixierspray so wie ein Deo und ein kleines Fläschchen Parfüm. Auch Haarbürste, Kamm und die wichtigsten Make-Up-Utensilien dürfen nicht fehlen. Natürlich gehören auch ein Fusspflegeset mit Pflastern, Nagelschere und Nagelfeile sowie Tape, Desinfektionsspray und Wattebäuschchen zu einer guten Ballett-Ausrüstung. Kleiner Tipp für den Trainingsalltag: durchsichtiger Nagellack ist ein wahrer «Strumpfhosenretter». Entsteht eine Laufmasche, dann einfach Nagellack darüber pinseln. So kann diese nicht grösser werden.

Apropos Retter, auch das Bloch Stretch Kit mit Nadel, Faden, Ersatz-Elastique und Satinband sollte als treuer Begleiter im Trainingsalltag nie fehlen.

 

Powerfood und Kopfstütze

Um einen langen Trainingstag erfolgreich zu meistern, empfehle ich kleinere Snacks einzupacken. Ich mag am liebsten Nüsse und Trockenfrüchte, sowie etwas Süsses zum Trinken. Isostar-Tabletten sind auch immer ein guter Überbrücker. Eine grosse Wasserflasche ist selbstverständlich auch dabei.

Danzarte Notizbuch

Für mich gehören ebenso ein Notizbuch (hier von Danzarte) und ein Kugelschreiber (z.B. von Katz) zu den «Ballet-Essentials». Diese begleiten mich beim Trainings- und Choreografie-Prozess.

So, nun haben wir alles dabei, was wir für erfolgreiche Trainingstage benötigen. Nun gilt es nur noch, viel Freude mitzubringen und fröhlich drauflos zu tanzen!

Infobox:
Lara tanzte zunächst neun Jahre an der AS Ballettschule in Bern, später zwei Jahre an der Cabriole Ballettschule in Münsingen. Von 2009 bis 2012 absolvierte sie ihre Ausbildung an der Tanzakademie Zürich. Aktuell studiert sie im zweiten Semester Psychologie an der Universität Bern.

 

Bademode mit Wohlfühlfaktor 100

Bademode | Ballett Shop Bern

 Bild @unsplash.com

Bademode mit Wohlfühlfaktor 100

 

Es ist die perfekte Kombination für die anstehende Badesaison: Ein wortgewitzter Moderatgeber und unsere Bademode. Ihr fragt euch warum? Weil beide eure Kurven in der Badi ins optimale Licht rücken. In unserer Kolumne erfahrt ihr, wie ihr zum absoluten Lieblingsbikini findet.

Wer kennt ihn nicht, den Horror vor dem Badekleiderkauf. Wir würden mal behaupten, dass 90% der Frauen nicht gern Bademode kaufen. Grob geschätzt sind 50% von diesen 90% auch eher mässig bis gar nicht zufrieden mit ihrer Bade-Garderobe. Der Busen wirkt zu klein, der Bauch wölbt sich über die Bikinihose, die Beine wirken zu kurz, es zwickt an allen Ecken und die Farbe mag zwar trendy sein, passt aber so gar nicht zum Haut-Ton. Den Fehler, den die meisten Frauen – und sicherlich auch nicht wenige Männer – machen, ist, sich über die eigene Figur, anstatt über den falschen Badeanzug zu ärgern. Kein Wunder thronen zu Frühlingsbeginn die neusten Diättrends auf den Titeln der Frauenzeitschriften. Grossflächige Werbeplakate mit Gisèle Bündchen und Co. in leuchtenden H&M-Bikinis verstärken nur noch, dass sich Otto-Normal-Frau alles andere als herzeigbar fühlt in ihrem Badekleid.

 

«Das Kleidungsstück ist schuld, nicht Ihr Körper.

Es ist nicht auf Ihre Figur zugeschnitten.»

 

Pain De Sucre | Ballett Shop Bern

Wir können da nur Brenda Kinsel, die Autorin des Buches Wie man einen Badeanzug kauft, zitieren: «Wenn Sie in der Umkleidekabine etwas anprobieren, das nicht passt, ist das Kleidungsstück schuld, nicht Ihr Körper. Es ist nicht auf Ihre Figur zugeschnitten.» In ihrem äusserst amüsanten Werk mit Stil- und Modetipps für erwachsene Frauen, zeigt die Amerikanerin auf, welch destruktiven Denkmustern Frauen aufliegen, wenn es um den Einklang von Figur und Outfit geht. Gute Kleider sind, wie die Autorin schreibt, wie gutes Essen. Es gehe lediglich darum, die richtigen Zutaten zu kombinieren. Der richtige Stoff, die richtige Farbe und der passende Schnitt können Wunder bewirken: nämlich kleine Makel zu kaschieren und grosse Vorzüge zu betonen. Wir sagen: Schluss mit den Selbstmordgelüsten vor dem Spiegel in der Umkleidekabine. Und auf in eine Badesaison, in der ihr selbstbewusst und strahlend über die Badi-Wiese schreitet. Denn wir sprechen tatsächlich aus Erfahrung, wenn wir euch versichern: es gibt ihn, den perfekten Bikini oder Badeanzug – für jede Figur.

 

«Mit Ihrem Körper ist alles in Ordnung.

Es geht lediglich darum, einen Badeanzug zu finden,

der zu ihm passt.»

 

Deshalb haben wir es zu unserer Mission gemacht, den Frauen zum optimalen Bade-Outfit zu verhelfen. Unser Geheimrezept: viel Zeit und gute Beratung. Denn unsere langjährige Erfahrung hat gezeigt, dass es beides braucht, um die richtige Form und Farbe sowie den optimalen Wohlfühlfaktor zu finden. Von XS bis XL, für Jung und für Älter, ob Bikini, Tankini, Badeanzug und Pareo – seit Jahren bieten wir eines der grössten Sortimente an Bademode in Bern an. Davon könnt ihr euch gern selbst überzeugen. An unseren Fitting-Events mit Häppchen und Prosecco könnt ihr gemütlich unsere grosse Auswahl durchstöbern und die auserlesenen Teile in entspannter Atmosphäre anprobieren. Wir stehen euch natürlich mit Rat und Tat zur Seite.
 

Hier noch ein paar Tipps aus unserem Erfahrungsfundus, die den Wohlfühlfaktor beim Badi-Kauf erhöhen:

1. Zelebriert bereits auf dem Weg zum Laden die Vielfalt unserer Natur: Verschiedene Figuren, Grössen und Gesichter machen uns zu dem, was wir sind: nämlich Menschen.

2. Kommt gut gelaunt und neugierig, statt schlechter Vorahnungen und mit Depressionsgedanken. Und wenn das nicht klappt: Unsere Bikinis sind wahre Depro-Killer.

3. Vergesst Billig-Teile made in Asia und freut euch über qualitativ hochwertige Badekleider in kleiner Produktionszahl. Ihr werdet länger Freude daran haben und nicht bei jedem Badibesuch eurem Zwillingskauf begegnen – oder gar mehreren.

4. Und, um mit Brenda Kinsels Worten zu enden: «Machen Sie sich Eines klar: Mit Ihrem Körper ist alles in Ordnung. Es geht lediglich darum, einen Badeanzug zu finden, der zu ihm passt. Vielleicht müssen Sie ein paar Frösche küssen, bevor der Prinz auftaucht. Aber irgendwo da draussen gibt es den einzig wahren Badeanzug für Sie.»

Vielleicht wartet ja der eine oder andere Prinz auf euch im Ballett Shop Bern. Die Frösche lassen wir lieber dort, wo sie hingehören: an der Aare. Wir sagen: Wohlfühl-Sommer ahoi! Und für die digital Affinen unter euch zwitschern wir: #BärnerBikini! Zwitschert ihr mit?
 

[Text: Maja Hornik]

«Stepptanz ist eine nie ausgeschöpfte Kunstform»

Daniel Borak

Daniel Borak in Action (Alle Bilder: © Daniel Borak)

«Stepptanz ist eine nie ausgeschöpfte Kunstform»

 

Er ist mehrfacher Weltmeister im Stepptanz, Choreograf, Lehrer und – unser Kunde. Wir trafen den Winterthurer Daniel Borak zu einem Gespräch über die Vielseitigkeit des Tap Dance – einer Kunstform, die für Daniel mehr ist als ‚nur’ Tanz.

Daniel, dein Engagement für den Stepptanz ist sehr vielseitig. Wie lässt sich deine Leidenschaft für diese Tanzform erklären?

Stepptanz, das sind zwei Welten, die aufeinanderprallen: diejenige des Tanzes und die der Musik. Ein Stepptänzer ist nicht nur ein Tänzer, sondern gleichzeitig auch ein Musiker – ein Fuss-Perkussionist. Es fasziniert mich, dass das Steppen in sich ein akustisches und zugleich visuelles Erlebnis ist.


Tanz und Klang in einem. Ist es das, was Stepptanz für dich einzigartig macht?

Genau. Die Welt des Tanzes und die der Klänge – das sind zwei Universen, die beide unendlich viel kreativen Raum bieten, in dem man sich künstlerisch austoben kann. Man hört nie auf nach Neuem zu suchen und Neues zu entdecken: sei es musikalisch oder tänzerisch, sei es durch Improvisation, durch Choreografie oder durch Komposition. Stepptanz ist eine nie ausschöpfbare Kunstform. Für mich ist sie grenzenlos.

Du bist in verschiedenen Tanzformen ausgebildet…

Ich habe eine Ausbildung an der Zürcher Tanz-Theater-Schule ZTTS absolviert, während der ich in Ballett, Jazz, Modern, Hip-Hop, Flamenco, Feldenkrais, Pilates und Choreografie unterrichtet wurde. Diese Ausbildung hat mich tänzerisch und choreografisch extrem positiv beeinflusst.

Würdest du sagen, dass der Stepptanz die vielseitigste Tanzform ist?

Ich liebe sehr viele Tanzformen und habe vor ihnen allen den grössten Respekt. Die Möglichkeiten in jedem Stil sind natürlich für sich grenzenlos und unendlich. Für mich persönlich gehören aber die perkussiven Tanzformen zu den vielseitigsten, da sie, wie schon gesagt, die tänzerische und die musikalische Ebene verbinden. Diese Stile erlauben uns die irrsinnigsten Experimente.

 

«Es fasziniert mich, dass das Steppen in sich

ein akustisches und zugleich visuelles Erlebnis ist.»

 

Hast du ein konkretes Beispiel?

Im Projekt «9-Point Inc. – Kick The Square» muss ich nach Noten tanzen, die der Komponist Kilian Deissler für mich geschrieben hat. Dies auf einer Klangbühne, bestehend aus verschiedenen Oberflächen, die verschieden klingen. Da bin ich als Stepptänzer klar Musiker. Hingegen werden bei Projekten wie «WINGS by Rigolo», «Funny Feet» oder «Stylize» Artistik, Jonglage oder Breakdance mit Stepptanz kombiniert. Dort geht es dann auch um einen visuellen und tänzerischen Anspruch.

Man sagt dir nach, dass du einen ganz eigenen Stil verkörperst…

Ich denke, jeder Stepptänzer hat einen eigenen Stil. Es ist nur logisch, dass man mit der Zeit als Berufstänzer seinen eigenen künstlerischen Dialekt entwickelt. Ich hatte das Glück, dass ich schon mit 13 Jahren anfangen konnte, meine eignen Schritte zu basteln. So traf ich auch schon meine ersten choreografischen Entscheidungen. Wichtig bei diesem Prozess war unsere Schule und meine Mutter, die meine erste Lehrerin war. Sie hat mir die Grundlagen beigebracht, mir aber sehr viel Freiraum zum Ausprobieren gelassen.

 

Daniel Borak

Ist das etwas, das du heute als Lehrer deinen Schülerinnen und Schülern ebenso weitergibst?

Unbedingt. Sie sollen so viel ausprobieren dürfen, wie nur möglich. Alles ist erlaubt. Natürlich ist es zunächst wichtig, unsere alten Meister zu ehren, die Traditionen und Grundlagen gut zu vermitteln. Aber genauso notwendig finde ich es, die individuelle Kreativität und die Neugier zu fördern. Nur durch neue Ideen des Nachwuchses kann die Kunstform Stepptanz kontinuierlich wachsen.

Vergangenes Jahr hast du ein Stepptanz-Festival in Winterthur veranstaltet. Werden weitere folgen?

Für den Moment bleibt das eine einmalige Sache. Ich habe es noch nicht einmal geschafft, das ganze Video-Material zu verarbeiten. Dieses Festival diente mir als Abschiedsfest, vor meiner Abreise in die USA. Ich kann mir aber durchaus vorstellen im Jahr 2020, wenn mein USA-Visum abgelaufen sein wird, wieder ein Festival auf die Beine zu stellen. Dann vielleicht in einem grösseren Rahmen und in Zusammenarbeit mit Regine Ochsner vom Zurich Tap Festival.

 

 

Du weilst seit letztem Jahr immer wieder in den USA als Artist in Residence, wo du dich am Chicago Human Rhythm Project engagierst. Erzähle uns mehr darüber.

Bei dem Chicago Human Rhythm Project, eine der grössten Stepp-Organisationen in Chicago, geht es um Rhythmus und Stepptanz in seiner vielfältigsten Form. Meine Aufgabe ist es unter anderem, neue Stücke zu choreografieren, Tänzer dafür auszuwählen, mit ihnen zu proben und mit ihnen aufzutreten. Und bei all dem darf ich noch extrem viel von ihnen dazulernen, denn das Niveau der Stepptänzer in Chicago ist unglaublich hoch. Bei meinen Stücken probiere ich weiterhin immer wieder Neues, zurzeit sind es Kombinationen von Stepptanz mit anderen Tanzformen, wie dem Hip-Hop oder dem Modern Dance. Die Stepptänzer müssen dabei alle diese Stile tanzen. 

 

«Auch Stepptanz sollte

als Hochschul-Disziplin bestehen.»

 

Kommen wir zur Ausrüstung: Die Steppschuhe sind dein wichtigstes Werkzeug. Worauf achtest du beim Kauf?

Nun, jeder Fuss ist anders. Worauf zu achten ist, muss jede Tänzerin und jeder Tänzer für sich herausfinden. Wichtig ist, dass man sich Zeit nimmt und die Schuhe gut anprobiert. Deshalb komme ich auch so gern in den Ballett Shop Bern, weil ich bei dieser Auswahl immer den perfekten Schuh finde.

Gibt es einen bestimmten Steppschuh, den du bevorzugst?

Ich persönlich bevorzuge Steppschuhe mit durchgehender Sohle gegenüber den Split-Sole-Schuhen. Sie haben die bessere Klangqualität und natürlich mehr Gewicht. Das ist wichtig für die Ausführung der Schritte und Rhythmen. Es gibt aber auch Tänzerinnen und Tänzer, die das anders sehen.

Eine Frage noch zur Ausbildung: Wie bewertest du die Stepptanz-Schulen in der Schweiz?

Das Niveau in der Schweiz ist sehr gut und ich bin sehr stolz darauf, ein Teil der Schweizer Stepptanz-Familie sein zu dürfen. Ich stehe mit allen grossen Schulen in freundschaftlichem Kontakt und kann wirklich jede empfehlen. Nur eine Sache fehlt mir noch: die Anerkennung im Hochschulumfeld. Wenn wir Lehrangebote an Kunsthochschulen in Musik, Ballett und zeitgenössischem Tanz haben, dann sollte auch Stepptanz als Hochschul-Disziplin bestehen. Vielleicht gelingt es uns einmal, dies zu realisieren. Mit vereinten Kräften aller Schweizer Stepptanzenden.


Tap Dan's Art Borak

 

Infobox:
In unserem Laden findet ihr eine grosse Auswahl an Steppschuhen. Wir beraten euch gern. Als Ergänzung zum Interviewbeitrag, haben wir euch eine Auswahl an Tap Dance Schulen aus der Schweiz zusammengestellt:

- Dance Studio Borak, Winterthur

- Backstage Studio, Zürich

- Bounce Tap, Bern

- Tanzwerk, Basel 

- Planet Dance Martin, Lausanne

Bartdak & Dance Area mit Daniel Leveillé, Genf

- Dance Stop Center, Schaffhausen

- Rhythm and Tap School, Oerlikon

Centre Rythme Danse von Lukas Weiss, Biel

Tapmagic von Heidi Michel, Bern

Danse Martinelli von Rebecca & Olivia Grobéty

 

[Text: Maja Hornik]

«Standardtanz ist Kunst und Sport zugleich»

Standardtanz-Paar

Das Standardtanz-Paar Marlise Reichen & Peter Nydegger

«Standardtanz ist Kunst und Sport zugleich»

 

Wir beleuchten für euch den Standardtanz und seine Schweizer Szene. Ein Gespräch mit den Schweizer Meistern in der Kategorie Senioren IV, Marlise Reichen und Peter Nydegger.

Wie lange tanzen Sie beide schon gemeinsam Standardtanz?

Peter Nydegger: Es ist 18 Jahre her, dass wir begonnen haben, gemeinsam zu tanzen. Vor 15 Jahren haben wir dann auch das erste Turnier absolviert. Ich hatte schon zuvor Turniere getanzt.

Marlise Reichen: Für mich war es das erste Turnier. Im Vergleich zu vielen Tanzkolleginnen und -kollegen habe ich eher spät zum Standardtanz gefunden. Das Gute am Standardtanz ist, dass es ein Sport ist, in dem man auch im fortgeschrittenen Alter anfangen und noch vieles erreichen kann.

Was gefällt Ihnen so am Standardtanz?

Marlise: Die Bewegung zur Musik und die gemeinsamen Ziele, die wir als Paar verfolgen. Zudem kann man beim Tanzen wunderbar abschalten und den Alltag hinter sich lassen.

Peter: Standardtanz ist Kunst und Sport zugleich. Diese beiden Disziplinen zu vereinen, fasziniert mich. Auch die Herausforderung, mit meiner Partnerin perfekt zu harmonieren, reizt mich sehr. Wo mir doch einst ein Gesangslehrer sagte, dass ich völlig unmusikalisch sei.

Sie beide sind dieses Jahr Schweizer Meister in der Kategorie Senioren IV geworden. So unmusikalisch können Sie ja nicht sein.

Marlise: Wir sind bereits insgesamt fünf Mal Schweizer Meister im Standardtanz geworden. In der Schweiz zu tanzen, ist aber nicht vergleichbar mit Turnieren im Ausland.

 

«Das Niveau an internationalen Standardtanz-Turnieren ist höher,
weil die Konkurrenz grösser ist.»

 

Tango

Was unterscheidet Schweizer Turniere und ausländische Turniere?

Peter: Das Niveau an internationalen Turnieren ist höher, weil die Konkurrenz grösser ist. Es tanzen mehr Paare in einer Klasse.

Marlise: Wir haben uns sehr schnell in die höchste Klasse, genannt Klasse S, getanzt. Die ersten ausländischen Turniere waren dann zunächst etwas frustrierend, weil das Niveau so viel höher war. Mittlerweile können wir auch in der vorderen Tabellenhälfte mithalten.

Worauf sind die Unterschiede zwischen der Schweiz und dem Ausland zurückzuführen?

Peter: Im Vergleich zu Deutschland, Italien oder Osteuropa ist Standardtanz in der Schweiz einfach weniger populär. Das Angebot ist klein, entsprechend auch die Konkurrenz. Deshalb trainieren wir vor allem mit Trainern aus dem Ausland.

 


Erarbeiten Sie Ihre Turnier-Choreografien gemeinsam mit den Trainern?

Peter: Ja. Dabei legen wir sie auf internationale Turniere aus. Die Crux ist dann, diese auf Schweizer Turniere anzupassen. Denn in der Schweiz ist die Tanzfläche mit 150 bis 180 Quadratmetern halb so gross wie an internationalen Turnieren.

Welche Tänze tanzt man eigentlich im Standardtanz?

Marlise: Es gibt fünf Tänze: den Englischwalzer, den europäischen Tango, Wienerwalzer und Slow Fox sowie den Quick Step.

Haben Sie einen Favoriten?

Marlise: Der Slow Fox war lange mein Favorit. Leider haben wir uns darin nicht so steigern können, wie in den anderen Tänzen. Mittlerweile tanzen wir beide den Englischwalzer am liebsten. Am besten bewertet sind wir aber im Tango. 

Was genau wird an den Turnieren bewertet?

Peter: Es gibt klare Kriterien. Dazu zählen Takt, Haltung und Paarharmonie, Interpretation der Musik und Bodenbeherrschung, im Fachjargon floor craft genannt.
 

Können Sie Letzteres näher erklären?

Marlise: Man tanzt ja immer mit mehreren Paaren auf dem Parkett. Der Mann muss so führen, dass wir nicht mit anderen Paaren kollidieren und immer in Bewegung bleiben. Er muss alles im Auge behalten und improvisieren können, ohne aus der Choreografie zu fallen.

 

«Die Paarharmonie ist eine der grössten
Herausforderungen des Standardtanzes.»

 

Das klingt sehr anspruchsvoll…

Peter: Die Paarharmonie ist eine der grössten Herausforderungen des Standardtanzes. Wir kommunizieren ausschliesslich über die Körperspannung. Es sind nur minimale Bewegungen meines Torsos und meiner Kopfhaltung, mit denen ich meiner Partnerin zu verstehen gebe, was zu tun ist.

Werden die glamourösen Outfits und Frisuren ebenfalls bewertet?

Marlise: Eigentlich sollten diese nicht in die Bewertung einfliessen. Fakt aber ist wohl, dass man sich nicht nur durch den Tanzstil, sondern auch durch das Outfit von den anderen Paaren auf dem Tanzparkett abhebt. Wichtig ist auch, dass die Frau eine nackenfreie Frisur trägt, damit die Haltung bewertet werden kann.

Wie sieht es mit den Schuhen aus? Diese sind sicher besonders wichtig.

Marlise: Man braucht spezielle Chrom-Leder-Schuhe. Frau trägt immer Absatz, so dass sie auf dem Fussballen tanzt. So hat sie genug Flexibilität in den Beinen, die sie für die vielen Rückwärtsbewegungen benötigt. Ich trage im Training dieselbe Absatzhöhe wie am Turnier.

Verfolgen Sie das Ziel, auch mal eine internationale Meisterschaft zu gewinnen?

Marlise: Uns ist der Spass wichtiger. Je weiter man kommt, desto mehr Fläche hat man zur Verfügung, weil weniger Paare tanzen. Das geniessen wir immer sehr.

Peter: Und man kann mehrmals tanzen. In der ersten Runde ist man meistens noch etwas steif. Hat man sich warm getanzt, macht es besonders viel Spass.

 

Infobox:
Entdecken Sie unser Sortiment an Tanzschuhen für Frauen und Männer – erhältlich im Ballett Shop Bern oder bei uns im Laden.


(2. Bild: Blackpool Dance Festival Senior Ballroom 22. Mai 2009, © Churbanov Alexander)

[Text: Maja Hornik]

Mehr als nur Spitzenschuh & Co.

Eine Collage aus vier Jahren Instagram im Ballett Shop Bern: Bunt, vielfältig, persönlich und mit einer grossen Prise Humor.

Mehr als nur Spitzenschuh & Co.

 

«Bitte haben sie noch etwas Geduld… Ab Dienstag, 14. August, 11 Uhr, sind wir für Sie da!». Das stand in Handschrift auf dem Zettel geschrieben, der im Sommer 2001 die Ladentür der Münstergasse 48 zierte. Anstatt Sonnenbad und Aareschwumm richteten Lisa Schmalz und ihre beiden Kolleginnen Isabel Müller und Kathrin Müller damals gerade ein Fachgeschäft für «so ziemlich alle Bewegungsmenschen» ein: Den Ballett Shop Bern. Es war indes nicht die Geburtsstunde des Ballett Shops Bern, wohl aber legte die Eröffnung in der Münstergasse den Grundstein für das, was der Ballett Shop in Bern heute ist – ein Fachgeschäft für Tanz und Bewegung mit einem schweizweiten Kundenstamm weit über die Berner Kantonsgrenzen hinaus.

  

Von Thun über den Hopfenweg bis in die Berner Altstadt

Ballett Shop Bern

Lisa Schmalz, die Gründerin des Ballett Shops Bern, führte bereits seit 1986, vor der Ladengründung in Bern, einen Ballett Shop in Thun. Diesen betrieb sie parallel zu ihrer Tanzschule in Thun. Trotz einer professionellen Tanzausbildung entschied sie sich gegen eine Tanzkarriere und für das Unterrichten sowie Choreografieren (u.a. die Thunerseespiele  «Miss Saigon», «Elisabeth», «Les Misérables»). «In meiner Tanzausbildung lernte ich alles, was die Bühne erfordert – vom klassischen Tanz, über Modern, Jazz und Stepptanz bis hin zum Singen», erzählt Lisa. Ihr breites Know-how gab den perfekten Boden für die Eröffnung eines Tanzfachladens. Ihre auf Wunsch der Eltern absolvierte Erstausbildung als Drogistin steuerte noch buchhalterische und medizinische Kenntnisse bei. «Die perfekte Grundlage», sagt sie heute. 1993 bekam Lisa Schmalz das Angebot, den Berner Tanzladen «Le Bolchoi» am Hopfenweg zu übernehmen. Sie sagte prompt zu und fand mit Isabel Müller eine Geschäftsführerin vom Fach. Schon lang spielte Lisa Schmalz mit dem Gedanken, nach Bern zu gehen. Was ihr schon damals wichtig war: kompetente Beratung und ein möglichst breites Sortiment. Die Folge war zunehmender Platzmangel. Also zog man 1997 in die Berner Altstadt an die Herrengasse. Im Sommer 2001 wurden die Shops aus Thun und Bern zusammengelegt und der Ballett Shop Bern richtete sich in der Münstergasse 48 ein.

«Es ist immer wieder schön diese Freude in den Augen der Kinder zu sehen,

wenn sie zum ersten Mal Spitzenschuhe anprobieren dürfen.»

– Rebecca, 33 Jahre alt. Arbeitet seit 9 Jahren im Ballett Shop

 

Breites Sortiment für Tanz, Training und Alltag

Heute, nahezu 17 Jahre später, ist der Laden unter Profis wie Laien gleichermassen bekannt und geschätzt. Tanzschulen und Compagnien aus der ganzen Schweiz kaufen hier ein. Insbesondere das wohl grösste Sortiment an Spitzenschuhen und das besondere Stepp-Schuh-Angebot haben den Berner Fachladen zur Schweizer Top-Adresse gemacht. Lisa Schmalz und ihre Mitarbeiterinnen wundern sich immer wieder über Kundinnen und Kunden, welche die halbe Schweiz durchqueren, weil sie neben der kompetenten Beratung das grosse und qualitativ hochstehende Angebot schätzen. Von Ballett, Modern, Jazz, Hip-Hop, Stepptanz, Linedance, Tango, Salsa über rhythmische Sportgymnastik, Eiskunstlauf oder Akrobatik bis hin zu Yoga, Pilates und Gymnastik stapeln sich internationale Marken aus Europa, den USA, Südamerika, Kanada und Russland bis an die Decke des schmucken Altstadtladens. Zum Sommerbeginn gibt es zudem eine grosse Auswahl an hochwertiger Bademode für Frauen. Die Vielseitigkeit des Ballett Shops Bern hat sich nicht zuletzt auch unter modebewussten Frauen und Männern herumgesprochen, die nicht zwingend Tanz- oder Trainingskleidung suchen. Denn das eine oder andere Teil ist durchaus strassentauglich. Bei der Auswahl der Marken und Kollektionen wird ganz genau hingeschaut. So finden sich im Laden – und im Onlineshop – schöne Stücke, die stylisch für den Alltag und zudem noch bequem und funktional sind. Neben dem Sortiment an Kleidern und Schuhen ist es aber wohl die Mischung aus Kompetenz und Frauen-Power, die hier überzeugt.  

«Meine Frauen sind die tragende Kraft des Ladens. Die Atmosphäre ist professionell

und zugleich persönlich. Das schätzen unsere Kundinnen und Kunden.»

– Lisa Schmalz, Gründerin und Inhaberin des Ballett Shop Bern


Stets in guten Händen und vom Fach

«Meine Frauen sind die tragende Kraft des Ladens», erzählt Lisa Schmalz. Fast alle von ihnen haben professionelle Tanzerfahrung. Einige studieren noch oder gehen aufs Gymnasium. Ausnahmslos alle sind dem Laden mit Herzblut verbunden. Das wird nicht nur in der akribischen Beratung deutlich, sondern auch in der Atmosphäre des Ladens spürbar. Es herrscht eine ausgelassene und freundliche Stimmung. Man fühlt sich herzlich willkommen. In Zeiten des Onlineshoppings wissen Kundinnen und Kunden es zu schätzen, wenn sie sich Zeit nehmen und eine Auswahl anprobieren dürfen, um anschliessend mit dem wirklich perfekten Schuh oder Kleidungsstück den Laden zu verlassen. Ganz besonders spürbar wird das beim Einkauf von Bademode, weiss das Team zu berichten.


Nicht selten trifft man die Mitarbeiterinnen im kleinen «Altstadt-Büro» in der hinteren Ecke des Ladens an. Der Drei-Quadratmeter-Raum ist Büro und Kantine zugleich für das Team. Ein Raum im ersten Stock des Hauses würde ebenfalls zur Verfügung stehen, aber «die Frauen lieben ihre Sardinenbüchse», beteuert Lisa Schmalz: «Sie sind einfach nicht davon abzubringen.» So dient die Sardinenbüchse auch heute noch als zentraler Begegnungsort.


Sympathische Berner Altstadt-Perle

So ist das Menschliche und Persönliche im Ballett Shop nicht einfach nur Konzept. Es ist gelebter Alltag – selbst beim Betrieb des Onlineshops sowie in der Kommunikation auf Facebook und Instagram. Während dem Onlineshopping kann man sich zum Beispiel telefonisch beraten lassen. Und wer auf der Facebook-Page des Ladens vorbeischaut, wird keinesfalls plumpe Werbung, sondern Veranstaltungstipps, wortwitzige Posts und auch den einen oder anderen Beitrag über die Altstadt-Laden-Community finden. Es gibt sie eben doch noch, die sympathischen kleinen Perlen unter den Berner Ladenlokalen.

 

Infobox:
Das Porträt wurde von der Berner Texterin und Journalistin Maja Hornik geschrieben.

 

 

 

 

Der Mann im Tanz – drei ehemalige Béjart-Tänzer erzählen

 

Hat die Geschlechterfrage auf der Tanzbühne noch etwas verloren? (Bild: Die Produktion «Sacre» von Ivgy&Greben am Konzert Theater Bern © Philipp Zinniker)

 

Der Mann im Tanz – drei ehemalige Béjart-Tänzer erzählen

 

In der Oktoberausgabe 2017 des «Tanz» lasen wir von einem Handbuch für Tanzvermittlung für Jungen. Dabei bezog sich der Autor auf die Geschichte von Billy Elliot, dem Jungen, der in den 80er-Jahren entgegen gängiger Geschlechterrollen seinen Traum vom Balletttanzen wahr machte. Wir fragten uns, wie es heute um die Rolle des Mannes im klassischen Tanz steht. Drei ehemalige Tänzer des berühmten Béjart Ballet Lausanne schilderten uns ihre Sicht auf den Mann im Tanz – damals und heute.

  

 

Gabriel Otevrel

Gabriel Otevrel tanzte unter Heinz Spoerli im Basler Ballett, später im Béjart Ballet Lausanne und im Boston Ballet. Nach einer Rückenverletzung gab er seine Tanzkarriere frühzeitig auf und arbeitete als Ballettmeister und Choreograf an diversen Theatern weltweit. 2009 übernahm er mit seiner Frau die Ballettschule City Ballett Halamka in Bern.

«Ich komme aus einer reinen Tänzerfamilie. Meine Eltern hatten nach ihrer Tänzerkarriere eine Ballettschule in Augsburg eröffnet. Früh zeigte mein Vater mir Stücke von Maurice Béjart. Das erste war «Sacre». Ich dachte sofort: das möchte ich irgendwann einmal tanzen. Mit 12 Jahren ging ich nach Stuttgart an die John Cranko Schule. Ich tanzte in verschiedenen Engagements. Als ich dann 1991 ans Béjart Ballet Lausanne kam, ging ein Traum in Erfüllung. Ich tanzte zwar nur eine Spielzeit, weil ich anschliessend unbedingt an ein klassisches Haus in den USA gehen wollte. Dieses eine Jahr aber war so erfüllend wie ganze fünf Jahre – für mich als Tänzer, Lehrer und Choreograf. Mit dieser Masse an Menschen auf der Bühne zu arbeiten und dennoch das Profil jedes Einzelnen hervorzuheben, das Entspricht einer genialen Begabung des Choreographen.

Der Tanz sei für den Mann, hatte Maurice Béjart einmal gesagt. Im Gegensatz zur gängigen Meinung, empfinde ich den Mann als Partner im Pas-de-Deux nicht in einer Nebenrolle. Dennoch kann ich sagen, dass Béjart den Mann im Tanz revolutioniert hat. Sie war unglaublich, diese geballte männliche Dominanz, die seine Produktionen transportierte. Auch wenn er bisweilen gern mit weiblichen Tänzerinnen arbeitete, blieb der Mann als Tänzer für ihn die eigentliche tragende Kraft seiner Choreografien.

Heute sind die Geschlechterrollen im Tanz fluider geworden. Ich habe Tänzer gesehen, die über einen femininen Ausdruck verfügen, der manch eine weibliche Kollegin in den Schatten stellt. Ich persönlich präferiere den Mann klassisch: männlich und stark. Für mich bleiben Technik und Ästhetik geschlechterspezifisch. Das schliesst Gleichberechtigung auf der Bühne keinesfalls aus». 

[Bild: Gabriel Otevrel im Stück «Dionysos»von Maurice Béjart © Béjart Ballet Lausanne]

www.city-ballett-otevrel.ch

 

Therry Deballe

Thierry Deballe ist Tanzlehrer an der renommierten Schweizer Tanzschule Atelier le Loft in Vevey und Coach für verschiedene andere Tanzschulen sowie professionelle Compagnien. Er war Mitglied des Les Ballets de Monte Carlo und tanzte anschliessend für mehrere Spielzeiten bei Béjart. Dort wurden ihm diverse Solistenrollen zuteil:

«Reine Neugier trieb mich zum Tanz – da war ich acht Jahre alt. Es gab einige Jungen, die mit mir im Konservatorium tanzten, denen ich nacheiferte. Für meine Ausbildung ging ich an die Ballettschule der Opéra national de Paris. Dass ich vor allem klassischen Tanz tanzte, ergab sich von selbst. 1989 ging ich an das Les Ballets de Monte-Carlo. Neun Jahre später wechselte ich zum Béjart Ballet Lausanne. Maurice Béjart ist für mich ein Pionier: In seinen Inszenierungen hörte der Mann auf, nur Bühnenpartner zu sein und wurde zum eigenständigen Interpreten. Béjart brachte das künstlerische Potenzial einer jeden Person hervor. Es war ein grosses Glück, mit ihm zu arbeiten, dass merke ich, wenn ich mich an die Jahre mit ihm zurückerinnere.

Heute noch wird die Frau mehrheitlich als künstlerische Protagonistin klassischer Ballette inszeniert. Dies ist nicht zuletzt historisch bedingt: Klassische Stücke bedürfen klassisch-romantischer Rollen. Sie leben von der Leichtigkeit, die durch den Tanz auf Spitzenschuhen suggeriert wird. Die Rolle des Handlangers für den Mann ergibt sich dadurch automatisch. Der zeitgenössische Tanz aber hat diese Rollen aufgelöst. 2012 entschied ich mich, in die Nachwuchsförderung zu gehen. Als Ballettlehrer im Atelier le Loft in Vevey. Im Unterricht unterscheide ich zwangsläufig unter den Geschlechtern. Während bei jungen Tänzerinnen der Fokus auf dem Spitzentanz liegt, arbeiten junge Tänzer in der Regel stärker an der Sprungtechnik. Ich bin aber der festen Überzeugung, dass der Mann im Tanz heute mehr Anerkennung geniesst – als Künstler und als Athlet. Das war vor 20 Jahren noch nicht der Fall».

[Bild: Thierry Deballe im Stück «Rumi» von Maurice Béjart © Béjart Ballet Lausanne]

www.atelierleloft.com

 

Etienne Bechard

Etienne Béchard kam mit 16 Jahren an die Ecole-Atelier Rudra Béjart und tanzte anschliessend vier Jahre lang im Béjart Ballet Lausanne diverse Hauptrollen. 2010 zog es ihn zur Choreografie. Seither setzte er diverse Produktionen um – in Bern etwa «Post Anima» (2016–2017). Aktuell ist sein «Bolero» am Konzert Theater Bern zu sehen.

«Zunächst war es mir unangenehm, meinen Freunden von meinem Ballett-Hobby zu erzählen. Das änderte sich, als ich mit 12 Jahren beschloss, Profitänzer zu werden. Ich identifizierte mich mit meiner Leidenschaft. Das schaffte Akzeptanz. Als ich 2006 mit 18 Jahren an das Béjart Ballet Lausanne kam, lag mein Fokus stark auf dem klassischen Tanz. Nach vier Jahren begann ich, den zeitgenössischen Tanz zu vermissen und es zog mich verstärkt zur Choreografie. Also gründete ich meine eigene Tanzcompagnie Opinion Public. Der zeitgenössische Tanz bietet mir unbeschränkte künstlerische Freiheit. Als Choreograf spüre ich natürlich den Einfluss meiner Jahre mit Maurice Béjart. Genau wie er, versuche ich das künstlerische Profil eines jeden in meinen Choreografien zu berücksichtigen. Was uns aber unterscheidet, ist die Geschlechterfrage: Béjart rückte den Mann erstmals unabhängig von der Frau ins Zentrum. Ich hingegen unterscheide nicht zwischen Tänzerin oder Tänzer. Meine Arbeitsweise ist völlig geschlechterunspezifisch. Natürlich darf man sich im heutigen Tanz immer noch klassischer Geschlechterrollen bedienen. Man darf aber auch mit ihnen spielen, sie hinterfragen oder gar vertauschen.

Der «Bolero», den ich für das Konzert Theater Bern inszeniert habe, erinnert wohl kaum an Béjarts Interpretation. Zwar ist auch meine Inszenierung im Crescendo aufgebaut, der Bewegungsraum aber ist grösser, der Ablauf dynamischer. Es ist eine Satire in Tanzform. Und auch das hat sich mit Béjart geändert: Der Tanz ist politischer geworden. Die Geschlechterfrage aber hat meiner Meinung nach darin nichts mehr verloren. Im 21. Jahrhundert wirkt sie nur noch konstruiert».

[Bild: Etienne Béchard in einer Eigenproduktion © Cie Opinion Public]

www.opinionpublic.be

 

 

Infobox und Gewinnspiel:

Zum Start unseres neuen Blogs verlost der Ballett Shop Bern 1 x 2 Billets für das erfolgreiche Tanzspektakel «Sacre/Faun/Bolero» am Konzert Theater Bern. Hier geht es zu der Facebook-Verlosung.

Übrigens: Eine Auswahl unseres Herren-Sortiments findest du in unserem Onlineshop. Mehr Kleider und Schuhe für Männer findest du bei uns in der Münstergasse. Brauchst du etwas Spezifisches? Wir sind gerne für dich da!

 

[Text: Maja Hornik]

 

Tanz- & Yogabekleidung – ökologisch & fair

 

Tanz- & Yogabekleidung – ökologisch & fair

 

Der Ballett Shop Bern baut sein Angebot aus und führt neu ein Sortiment von Tanz- und Yoga-Kleidern aus dem Bereich Slow Fashion ein. Dabei setzen wir auf diverse Labels aus der Schweiz und dem Ausland, die sich durch eine ökologisch nachhaltige und ethisch korrekte Produktionskette auszeichnen, zugleich modisch und funktional sind. 

 

In einer Zeit, in der die Massenindustrie unser Konsumverhalten beeinflusst, wird die Nachfrage nach nachhaltigen Produkten immer grösser. Doch was beim Lebensmittelkonsum bereits gängige Praxis in der Schweiz scheint, ist in der Bekleidungsindustrie noch im Aufkommen. Die Nachfrage nach ökologischen Materialien und nachhaltigen wie fairen Produktionsprozessen steigt stetig. Auch Reto Weishaupt, Meditationslehrer und Yogi aus Bern, bestätigt das: «Ich finde ökologisch und fair produzierte Kleidung wichtig. Unser Konsum wirkt sich auf alles aus: auf die Umwelt, die Gesellschaft und auf uns selbst.» Denn Billigware geht nicht nur zulasten von Arbeitenden, Umwelt und Klima, sondern kann sich auch auf die Gesundheit seiner Trägerinnen und Träger auswirken. Slow Fashion steht deshalb für eine entschleunigte und bewusste Mode, die für Umwelt, Mensch und Gesellschaft gesund ist.

 

«Unser Konsum wirkt sich auf alles aus: auf die Umwelt,
die Gesellschaft und auf uns selbst.»
 

– Reto Weishaupt, Meditationslehrer und Yogi

 

Kleiderlabels mit vielfältigen Nachhaltigkeitskonzepten

Öko Mode – im Englischen Eco Fashion genannt – wird mit deutlich weniger CO2 und Chemie hergestellt. Somit zeichnet sie sich durch eine sehr gute Hautverträglichkeit aus. Besonders beim Schwitzen kann Billigkleidung Schadstoffe an die Haut abgeben. Als Fachgeschäft für Tanzbekleidung setzen wir bereits seit Langem auf qualitativ hochwertige Produkte. Mit einer Auswahl an ökologischerveganer und fair produzierter Tanz- und Yogakleidung, möchten wir ein noch nachhaltigeres Sortiment anbieten. Aktuell in Geschäft und Onlineshop haben wir Labels, die verschiedene Nachhaltigkeits-Konzepte verfolgen, dabei funktional und modisch sind. Dieses Angebot möchten wir stetig ausbauen.

 

CASALL (SE) 

CASALL at Ballett Shop Bern

Die schwedische Active Wear-Marke CASALL ist seit Frühjahr 2018 bei uns im Laden und auch online erhältlich. Casall zeichnet sich durch ein grosses Engagement für eine nachhaltigere Produktion aus: Die Kleidung aus recycelten Stoffen, alten Fischernetzen oder pflanzlichen Fasern wird vom Faden bis hin zur Verarbeitung ausschliesslich in Europa hergestellt, um den ökologischen Fussabdruck ständig zu verkleinern. Die hochwertigen und nachhaltig produzierten Trainingskleider eignen sich insbesondere fürs Yoga, Fitness oder das Tanztraining.

 

BREATH OF FIRE (CH) 

Biologische Kleidung Breath of Fire

Cornelia Kauhs, Gründerin von Breath of Fire, interessierte sich bereits vor 20 Jahren für den biologischen Anbau. Vor 10 Jahren gründete sie ihr Modelabel aus dem Bedürfnis heraus, «wahre Yogabekleidung» in der Schweiz anzubieten. «In Indien gehört die Ritualisierung der Kleidung zum Yoga dazu. Meine Kollektion soll ein europäischer Ansatz dazu sein: schlicht, nachhaltig aber für jeden individuell anpassbar», erklärt die Yogalehrerin und Modeunternehmerin. Ihre Kleider sind aus 95% Bio-Baumwolle und 5% Elasthan hergestellt. Die zertifizierte Bio-Baumwolle bezieht das Label aus Indien. Produziert wird in Portugal zu fairen Bedingungen. Um einen Gegenpol zur Massenindustrie und Fast Fashion zu schaffen, werden die Damen- und Herren-Kollektionen nur langsam um neue Schnitte und Farben erweitert.

 

KD NEW YORK

KD Dance Yoga Kleidung

Das Tanz-Fashionlabel KD New York führen wir bereits seit Längerem im Laden. Seit Oktober 2017 sind neu auch Kollektionsstücke aus Biobaumwolle und Soja-basierte Textilien erhältlich. Gründer David Lee spricht dabei von «vegetable cashmere». Das Label produziert seit seinen Anfängen in den 1980ern in New York. Seine Kollektionen vertreibt es heute weltweit. Der ehemalige Balletttänzer Lee bestätigt, dass auch in der Tanzcommunity der Bedarf an ökologischer Kleidung steigt – «nicht zuletzt, weil diese gesünder und langlebiger ist», weiss David Lee aus Erfahrung.

 

TEMPS DANSE (FR) & BALLET ROSA (PT) 

Ballet Rosa Yoga Bekleidung

Auch die Tanzmarken Temps Danse und Ballet Rosa nehmen sich der Thematik nachwachsender Rohstoffe an. In Frankreich sowie in Portugal ansässig, produzieren sie Kleider aus Bambus-Viskose. Bambus wächst ohne den Einsatz von Pestiziden sehr schnell und ist damit eine vielversprechende Alternative zur Baumwolle. Auch ist der Wasserverbrauch im Anbauprozess geringer. Die weichen und fliessenden Stoffe sind nicht nur im Tanz- oder Yogatraining angenehm. Dank des zeitgemässen Designs eignen sich die Kollektionen der beiden Labels auch sehr gut für den Alltag. 

 

«Ökologische Kleidung ist gesünder und langlebiger» 
– David Lee, Gründer des Modelabels KD Dance

 

 

Weiteres in unserem Angebot:

  • Wir bieten eine kleine Auswahl an veganen Tanzschuhen auf Anfrage an.
  • Vegane Ballettschläpchen der Marke Grishko sind ab sofort bei uns erhältlich. Sie eignen sich nicht nur fürs Tanztraining, sondern auch als Hausschuhe oder auf Reisen und werden auch in Bewegungstherapien verwendet.
  • Haben Sie Fragen? Wir beraten Sie gerne persönlich im Geschäft oder am Telefon

 

[Text: Maja Hornik]